Skip to content

Tipps fürs Prädikatsexamen – Praedikatsexamen.com

Heute bin ich auf eine offenbar neue Seite zum Thema Vorbereitung auf ein Prädikatsexamen gestoßen. Die Autoren haben einige wichtige Tricks und Kniffe rund um die Examensvorbereitung zusammengetragen. Darunter finden sich teilweise neue und sehr interessante Ansätze, teilweise aber auch Hinweise, die eigentlich jeder schon mal gehört hat. Besonders gefallen haben mir die 11 Grundregeln für ein Prädikatsexamen. Hier wird bei manchen Studenten wirklich der Finger in die Wunde gelegt. So wird z.B. nochmal explizit von dem Unsinn der Auswendiglernerei gewarnt (Regel 3). Diese zeugt stets von einem Mangel an Verständnis und wird den Prüfling im Examen nicht weit bringen.
Für ebenso wichtig halte ich den Hinweis, dass es im Examen vor allem auf das perfekte Beherrschen von Grundstrukturen und weniger auf Detailwissen und Meinungsstreits ankommt (Regel 2). Leider vermitteln viele Reps da eine etwas andere herangehensweise. Auch mit den Vorlesungungsbesuchen (Regel 8), habe ich es in meinem Studium so gehalten, wie die Autoren es hier vorschlagen.
Dagegen halte ich die Empfehlung, in zwei Monaten Vorbereitung je eine Woche Pause zu machen, für sehr fragwürdig. Wenn ich in meiner Examensvorbereitung so viel Pausen gemacht hätte, wäre ich wohl kaum mit dem Stoff durchgekommen.
Die Seite bietet außerdem Empfehlungen für juristische Literatur zur Examensvorbereitung. Die Empfehlungen halte ich im Großen und Ganzen für gelungen. Wer also zu faul ist selbst nach Literatur zu recherchieren, kann sich diese Zusammenstellung verwenden und hier und da eigenes Material ergänzen.
Zweifel habe ich zunächst beim „Studiekommentar BGB“ von Jan Kropholler. Ob sich dieser Kommentar wirklich eignet, ihn wie ein Lehrbuch durchzulesen, halte ich für fragwürdig. Auch wenn das Bürgerliche Gesetzbuch eigentlich sehr strukturiert aufgebaut ist, könnte hier die Struktur beim Lernen verloren gehen. Es hat nämlich schon seinen Grund, warum Lehrbücher zum Bürgerlichen Gesetzbuch selten exakt dem Aufbau des Gesetzes folgen. Häufig sind nämlich Inhaltlich eng verknüpfte Normen ihrer „Nummer“ nach weit auseinander. Ob der Kommentar hier stets in der Lage ist die Zusammenhänge herzustellen, weiß ich nicht. Jedenfalls für diejenigen die schon über ein sehr solides Grundwissen im Zivilrecht verfügen, kann der Kommentar als Hauptwerk der Examensvorbereitung im Zivilrecht dienen.
Aber auch bei der Empfehlung für den „Grundkurs Öffentliches Recht“ muss ich Kritik anmelden. Während mir der staatsrechtliche des Bandes sehr gut gefallen hat, fand ich den verwaltungsrechtlichen Teil eher schwach. Hier würde ich den Studenten eher den Detterbeck ans Herz legen. Dabei sollte man sich nicht von der höheren Seitenzahl abschrecken lassen: Das Layout ist extrem großzügig und benötigt fast doppelt so viel Platz wie andere Lehrbücher.
Außerdem fehlt eine Literaturempfehlung zu Zivilprozessordnung, die – soweit ich weiß – in allen Bundesländern zum Prüfungsstoff zählt.
Zuletzt bietet die Seite auch Lernpläne, wobei der Plural zuunrecht verwendet wird. Die Seite bietet nämlich nur einen Lernbplan, aber der ist zumindest optisch schön aufbereitet. Ob dieser nun DER Plan ist um ein Prädikatsexamen zu erreichen kann dahingestellt bleiben. Die Reihenfolge, in der die Rechtsgebiete behandelt werden, scheint jedenfalls durchdacht. Ob aber jeder „nur“ zwei anstatt drei Rechtsgebiete in der Woche behandeln möchte, ist wohl vom Lerntyp abhängig. Bei drei Rechtsgebieten kommt man gedanklich nicht so schnell aus einem der drei großen Gebiete heraus. Andererseits verliert man natürlich auch viel Zeit wenn man sich alle 2 Tage in ein Rechtsgebiet wieder reindenken muss. Da kann es manchmal besser sein die Rechtsgebiete blockweise abzuarbeiten und sich dann immer zu hundertprozentig auf nur ein Gebiet zu konzentrieren. Die in dem Lernplan eingearbeiteten Pausen halte ich – wie gesagt – für übertrieben. Aber da muss jeder selbst entscheiden wieviel Leistung er erbringen kann.
Für weniger gelungen halte ich die Linksliste. Darin finden sich nur 5 eher wahllos zusammengestellte Links, die wohl den meisten Studenten bereits bekannt sein dürften.

FAZIT: praedikatsexamen.com bietet im Großen und Ganzen eine sehr hochwertige Zusammenstellung an Tipps, die dem ein oder anderen wirklich helfen können ein Prädikatsexamen zu erreichen.

Advertisements

Tipps für die mündliche Prüfung

Die mündliche Prüfung ist für viele Studenten eine ungewohnte Situation. Während des Studiums ist normalerweise nur das Anfertigen von Hausarbeiten und das Schreiben von Klausuren gefordert. Mündlich wird man in den meisten Vorlesungen nicht gefordert. Einige wenige fallen zwar durch ihre Meldungen auf aber der absolute Großteil der Studenten unterhält sich höchstens mit dem Nachbarn. Das rächt sich wenn man sich später im Schwerpunktbereich oder im ersten Staatsexamen auf eine mündliche Prüfung vorbereiten. Die Situation ist einfach ungewohnt, man weiß nicht so recht was da auf einen zukommt. Wie soll man sich anziehen? Darf man Rückfragen stellen, wenn man den Prüfer nicht verstanden hat? Wie sollte man sich den anderen Prüflingen gegenüber verhalten, z.B. wenn diese etwas falsch sagen?
Um den Studenten hier ein wenig Selbstvertrauen zurückzugeben hat Prof. Baer von der HU Berlin – die mittlerweile übrigens Richterin des Bunderverfassungsgerichts ist – einen kleinen Leitfaden für die mündliche Prüfung verfasst.
Ich finde diesen sehr hilfreich und habe mich so etwas sicherer in meiner mündlichen Prüfung gefühlt.
Meien Prüfung ist auch sehr geordnet abgelaufen. Die Prüfer im Wesentlichen fair und auch die mit den Mitprüflingen habe ich mich gut verstanden. Einer der Prüfer hat leider sehr undeutlich gesprochen, was mir bei einem längeren Sachverhalt Verständnisprobleme bereitet hat. Ich wusste bereits aus den Prüfungsprotokollen, dass der Prüfer sehr ungehalten reagiert, wenn man ihn bittet den letzten Satz nochmal zu wiederholen. Ich habe mich dann halt besonders auf seine Aussprache konzentriert und nach einer Weile kam das Nuscheln in meinem Kopf als klares Hochdeutsch an 🙂 Einer der anderen Kandidaten hatte die Protokolle offenbar nicht gelesen und erntete bitterböse Blicke. Deshalb ein weiterer Tipp von mir: Unbedingt die Prüfungsprotokolle lesen. Dabei würde ich wenige darauf achten, was bei den letzten Terminen geprüft wurde, sondern eher wie geprüft wurde. Da ändert sich in der Regel nämlich wenig. Am Ende hat der Prüfer dann doch relativ wohlwollend benotet, sodass alles nicht so schlimm war.
Was die Kleidung angeht braucht man sich nach meiner Erfahrung übrigens nicht verrückt machen. Die Kandidatin, welche am unpassendsten gekleidet war (Irgendein merkwürdiges Kleid aus verschiedenen Tüchern oder so, ich kann es garnicht richtig beschreiben) hat in unserer Gruppe die beste Punktzahl geholt. Und sie hatte immerhin noch 2 Punkte Abstand zu mir.
Das wichtigste an der Prüfung ist jedenfalls – auch wenn das leichter gesagt als getan ist – einen kühlen Kopf zu bewahren. Wenn man nicht ausreichend gelernt hat kann man das in der Prüfung ohnehin nicht mehr ändern.

Fälle zum Staats- und Verwaltungsrecht von der Uni Saarbrücken

Die Uni Saarbrücken betreibt eine sehr hochwertige Seite mit Fällen zum Staats- und Verwaltungsrecht. Zugegeben, man sieht der Seite ihren qualititiv tollen Inhalt nicht gerade an. Vom Erscheinungsbild sollte man sich aber nicht ablenken lassenm die Fälle sind wirklich klasse. Ich habe mich damit sehr gut auf die große Übung im öffentlichen Recht vorbereitet und höre auch von anderen Seiten immer wieder Lob über die Seite. Also schaut mal rein, es lohnt sicht!

Lasse dich von Prof. Ipsen abhören!

Prof. Ipsen von der Uni Osnabrück bietet auf seiner Seite Kontrollfragen zu den Rechtsgebieten Staatsrecht, Verwaltungsrecht und Polizeirecht. Die Fragen sind meiner Meinung nach sehr durchdacht und können eine gute letzte Vorbereitung auf die Klausur sein. Sie bauen natürlich auf seinen Lehrbüchern zu den jeweiligen Rechtsgebieten auf aber sind auch ohne diese nützlich. Viel Erfolg beim Lernen!

Plan zur Examensvorbereitung von Prof. Knoche

Einen interessanten Plan zu Examensvorbereitung hat Prof. Knoche von der Uni München erstellt. Ein bemerkenswertes Zitat: „Entgegen allen Unkenrufen seitens der Repetitoren spielen Meinungsstreitigkeiten in den Examensklausuren nur eine völlig untergeordnete Rolle.“

Recht hat er! Das sollte häufiger so deutlich gesagt werden. Es ist schon lächerliche was manche Repetitoren für Märchen über die Examensvorbereitung verbreiten! Wer kann sich denn bitte tausend Meinungsstreits mit je 4 Meinungen bis zum Examenstermin merken? Ein guter Jurist sollte nicht gut auswendig lernen können sondern ein gutes Systemverständnis besitzen. Das scheinen viele Reps einfach zu ignorieren: Sie machen den Studenten lieber Angst mit besonders umfangreichen Unterlagen in denen auch wirklich alles drinsteht was der Palandt hergibt.

Juristische Links

Dieses Blog soll künftig dazu dienen, die Perlen aus den hunderten juristischen Webseiten in Deutschland zu präsentieren. Dabei soll es vor allem um Links gehen die den Studenten (so einer bin ich nämlich selbst) einen Nutzen bringen. Ich hoffe damit dem ein oder Anderen einen Gefallen zu tun. Wenn ihr eine bestimmte Seite vorschlagen wollt, mailt mir bitte an linksjura ÄT yahoo PUNKT de.