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Tipps für die mündliche Prüfung

Dezember 26, 2011

Die mündliche Prüfung ist für viele Studenten eine ungewohnte Situation. Während des Studiums ist normalerweise nur das Anfertigen von Hausarbeiten und das Schreiben von Klausuren gefordert. Mündlich wird man in den meisten Vorlesungen nicht gefordert. Einige wenige fallen zwar durch ihre Meldungen auf aber der absolute Großteil der Studenten unterhält sich höchstens mit dem Nachbarn. Das rächt sich wenn man sich später im Schwerpunktbereich oder im ersten Staatsexamen auf eine mündliche Prüfung vorbereiten. Die Situation ist einfach ungewohnt, man weiß nicht so recht was da auf einen zukommt. Wie soll man sich anziehen? Darf man Rückfragen stellen, wenn man den Prüfer nicht verstanden hat? Wie sollte man sich den anderen Prüflingen gegenüber verhalten, z.B. wenn diese etwas falsch sagen?
Um den Studenten hier ein wenig Selbstvertrauen zurückzugeben hat Prof. Baer von der HU Berlin – die mittlerweile übrigens Richterin des Bunderverfassungsgerichts ist – einen kleinen Leitfaden für die mündliche Prüfung verfasst.
Ich finde diesen sehr hilfreich und habe mich so etwas sicherer in meiner mündlichen Prüfung gefühlt.
Meien Prüfung ist auch sehr geordnet abgelaufen. Die Prüfer im Wesentlichen fair und auch die mit den Mitprüflingen habe ich mich gut verstanden. Einer der Prüfer hat leider sehr undeutlich gesprochen, was mir bei einem längeren Sachverhalt Verständnisprobleme bereitet hat. Ich wusste bereits aus den Prüfungsprotokollen, dass der Prüfer sehr ungehalten reagiert, wenn man ihn bittet den letzten Satz nochmal zu wiederholen. Ich habe mich dann halt besonders auf seine Aussprache konzentriert und nach einer Weile kam das Nuscheln in meinem Kopf als klares Hochdeutsch an 🙂 Einer der anderen Kandidaten hatte die Protokolle offenbar nicht gelesen und erntete bitterböse Blicke. Deshalb ein weiterer Tipp von mir: Unbedingt die Prüfungsprotokolle lesen. Dabei würde ich wenige darauf achten, was bei den letzten Terminen geprüft wurde, sondern eher wie geprüft wurde. Da ändert sich in der Regel nämlich wenig. Am Ende hat der Prüfer dann doch relativ wohlwollend benotet, sodass alles nicht so schlimm war.
Was die Kleidung angeht braucht man sich nach meiner Erfahrung übrigens nicht verrückt machen. Die Kandidatin, welche am unpassendsten gekleidet war (Irgendein merkwürdiges Kleid aus verschiedenen Tüchern oder so, ich kann es garnicht richtig beschreiben) hat in unserer Gruppe die beste Punktzahl geholt. Und sie hatte immerhin noch 2 Punkte Abstand zu mir.
Das wichtigste an der Prüfung ist jedenfalls – auch wenn das leichter gesagt als getan ist – einen kühlen Kopf zu bewahren. Wenn man nicht ausreichend gelernt hat kann man das in der Prüfung ohnehin nicht mehr ändern.

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